Das Post Holiday Syndrom – Was ist das eigentlich?

Ihr kennt das doch auch: Vor dem Urlaub dachte man sich: „Ah zwei Wochen, das ist doch jede Menge Zeit“. Doch dann fliegt diese Zeit nur so dahin und ihr müsst schneller zur Arbeit als euch eigentlich lieb ist. Eins ist klar, ihr seid auf keinen Fall alleine damit. Es gibt sogar einen Namen dafür, denn das so genannte Post-Holiday-Syndrom wird von Psychologen in mehreren Fachartikeln beschrieben. Und damit ihr nicht mehr allzu lang unter diesem Syndrom leiden müsst, hier unsere GeilFM Tipps, wie ihr dem Post-Holiday-Syndrom den Kampf ansagt.
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Konzert der Klangfarben – komplettes Interview zum Nachlesen

Konzert der Klangfarben

Das Konzert der Klangfarben ist das Endergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Blinden und Sehenden, veranstaltet vom Blindenbund.

Was bedeutet Musik für mich?

Für mich, Artin Akhavan, ist Musik etwas sehr Wichtiges und Besonderes.
Ich selber habe 11 Jahre lang Klavier gespielt. Anschließend habe ich mich mehr auf das Radio machen konzentriert, aber da hat man ja auch viel mit Musik zu tun.
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Goalball

Artins Blindfacts als Text zum Lesen
Fakten und Geschichten aus der Blindenwelt

Goalball

Goalball ist eine Sportart, die für blinde Menschen entwickelt wurde.
Ein sehr anspruchsvoller Sport, ich selber habe Goalball auch als Schüler gespielt.
Irgendwann habe ich es aber aufgegeben, weil manche Bälle doch sehr hart geschossen werden und man muss den Ball quasi mit dem Körper abwehren, und das kann dann oft sehr schmerzhaft enden.
Dafür berichte ich lieber über den Sport.

Interview mit Goalballtrainer Jo
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Interview der Nürnberger Zeitung mit mir

Vor kurzem hatte ich (Artin) ein Interview mit der Nürnberger Zeitung. Daraus entstand ein Artikel, den ihr hier lesen könnt. Er erschien am vergangenen Freitag, den 22.06.2018, in der Nürnberger Zeitung.

Ich werde oft unterschätzt

“Der Traum vom Rundfunk: Seit er elf Jahre alt ist moderiert der blinde Nürnberger Artin Akhavan eigene Radiosendungen. Doch die Radio-Karriere erwies sich schwieriger als gedacht. Wir sprachen mit dem 23-jährigen über die Situation der Blinden in Deutschland, misslungene Integration und natürlich über‘s Radio.

Herr Akhavan, wir sind heute zu Gast in ihrem Radiostudio, das sich direkt in ihrem Jugendzimmer befindet.
Artin Akhavan: Ja, ich habe schon mit elf Jahren angefangen die ersten Radiosendungen zu machen, als Kinderzimmer-Radio. Das Projekt nannte ich „GeilFM“ und so heißt der Sender noch heute. Seit eineinhalb Jahren ist es ein Internet-Radio, das 24-Stunden am Tag sendet.

Was erwartet die Hörer in ihrem Programm?
„GeilFM“ ist ein Sender für junge Leute zwischen 16 und 35 Jahren mit aktueller Chartmusik. Jede Woche moderiere ich auch mehrere Stunden, da gibt es dann Reiseberichte, Interviews zu aktuellen Themen oder Studiogespräche. Außerdem habe ich die Rubrik „Artins BlindFacts“, die mit Vorurteilen über Blinde aufräumen will.

Sie selbst sind Vollblind. Sind Sie so zur Welt gekommen?
Akhavan: Ich bin mit drei Jahren erblindet und so war es offensichtlich eine innere Reaktion, dass ich sehr intensiv in die Welt der Klänge und Laute eintauchte. Bereits mit vier Jahren spielte ich Klavier und nahm an zahlreichen Konzerten teil. Aber dann wurde Radio meine große Leidenschaft.

Wollen Sie dann auch professionell Radio machen?
Akhavan: Das ist mein großer Wunsch! Aber es ist leider ein einziger Kampf. Ich habe Praktika beim „Hitradio N1“ gemacht und versucht dort unterzukommen, aber die verwiesen mich an den Bayerischen Rundfunk. Dort erzählten sie mir, ich solle lieber beim Privatradio anfangen – der eine schiebt mich zum anderen. Radio NRJ bot mir jetzt ein Praktikum an – aber das darf ich von der Arbeitsagentur aus nicht machen, da kein sicheres Jobangebot dahintersteht. Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen mit meiner Sehbehinderung nicht klar kommen. Viele Firmen zahlen lieber Auflagen, als einen Menschen mit Behinderung einzustellen.

Gibt es einen Plan B für ihre Zukunft?
Akhavan: Inzwischen bin ich schon bei Plan C und D! Mein Plan B war im Büro unterzukommen. Ich habe Kaufmann für Bürokommunikation gelernt. Aber seit anderthalb Jahren bin ich erfolglos auf der Suche nach einer Stelle. Die vielbeschworene Integration funktioniert gar nicht! In meiner Verzweiflung habe ich sogar versucht, mich persönlich bei Herrn Söder vorzustellen. Doch seine Sekretärin mich einfach an den Integrationsfachdienst verwiesen, bei dem ich ohnehin schon bin.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Akhavan: Ich werde oft unterschätzt, weil ich nicht sehen kann. Dabei mache ich meine Homepage, moderiere, recherchiere und führe Interviews. Ich wünsche mir, dass die Leute erkennen: ‘Er ist zwar blind, aber er hat‘s drauf! Den geben wir eine Chance!’.

Vielen Dank für das Interview.

Artin Akhavans Radiosender kann man im Internet unter www.geilfm.de empfangen. Dort finden sich auch seine „BlindFacts“ und andere Wortbeiträge zum nachhören.”