Der Geldscheinprüfer

Wie können blinde Menschen ihr Geld zählen? Ganz einfach, mit dem Geldscheinprüfer. Artin verrät euch hier, wie es geht.

Die Blindenschrift

In dieser Ausgabe dreht sich alles um die Punktschrift, auch Brailleschrift oder Blindenschrift genannt.

Der Anfang

In der 1. Folge von seinen Blindfacts erzählt Artin darüber, wie er eigentlich blind geworden ist…

Intro

Artins Blindfacts, was ist das? Das verrät euch Artin in dieser kurzen Einführung.

Interview der Nürnberger Zeitung mit mir

Vor kurzem hatte ich (Artin) ein Interview mit der Nürnberger Zeitung. Daraus entstand ein Artikel, den ihr hier lesen könnt. Er erschien am vergangenen Freitag, den 22.06.2018, in der Nürnberger Zeitung.

Ich werde oft unterschätzt

“Der Traum vom Rundfunk: Seit er elf Jahre alt ist moderiert der blinde Nürnberger Artin Akhavan eigene Radiosendungen. Doch die Radio-Karriere erwies sich schwieriger als gedacht. Wir sprachen mit dem 23-jährigen über die Situation der Blinden in Deutschland, misslungene Integration und natürlich über‘s Radio.

Herr Akhavan, wir sind heute zu Gast in ihrem Radiostudio, das sich direkt in ihrem Jugendzimmer befindet.
Artin Akhavan: Ja, ich habe schon mit elf Jahren angefangen die ersten Radiosendungen zu machen, als Kinderzimmer-Radio. Das Projekt nannte ich „GeilFM“ und so heißt der Sender noch heute. Seit eineinhalb Jahren ist es ein Internet-Radio, das 24-Stunden am Tag sendet.

Was erwartet die Hörer in ihrem Programm?
„GeilFM“ ist ein Sender für junge Leute zwischen 16 und 35 Jahren mit aktueller Chartmusik. Jede Woche moderiere ich auch mehrere Stunden, da gibt es dann Reiseberichte, Interviews zu aktuellen Themen oder Studiogespräche. Außerdem habe ich die Rubrik „Artins BlindFacts“, die mit Vorurteilen über Blinde aufräumen will.

Sie selbst sind Vollblind. Sind Sie so zur Welt gekommen?
Akhavan: Ich bin mit drei Jahren erblindet und so war es offensichtlich eine innere Reaktion, dass ich sehr intensiv in die Welt der Klänge und Laute eintauchte. Bereits mit vier Jahren spielte ich Klavier und nahm an zahlreichen Konzerten teil. Aber dann wurde Radio meine große Leidenschaft.

Wollen Sie dann auch professionell Radio machen?
Akhavan: Das ist mein großer Wunsch! Aber es ist leider ein einziger Kampf. Ich habe Praktika beim „Hitradio N1“ gemacht und versucht dort unterzukommen, aber die verwiesen mich an den Bayerischen Rundfunk. Dort erzählten sie mir, ich solle lieber beim Privatradio anfangen – der eine schiebt mich zum anderen. Radio NRJ bot mir jetzt ein Praktikum an – aber das darf ich von der Arbeitsagentur aus nicht machen, da kein sicheres Jobangebot dahintersteht. Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen mit meiner Sehbehinderung nicht klar kommen. Viele Firmen zahlen lieber Auflagen, als einen Menschen mit Behinderung einzustellen.

Gibt es einen Plan B für ihre Zukunft?
Akhavan: Inzwischen bin ich schon bei Plan C und D! Mein Plan B war im Büro unterzukommen. Ich habe Kaufmann für Bürokommunikation gelernt. Aber seit anderthalb Jahren bin ich erfolglos auf der Suche nach einer Stelle. Die vielbeschworene Integration funktioniert gar nicht! In meiner Verzweiflung habe ich sogar versucht, mich persönlich bei Herrn Söder vorzustellen. Doch seine Sekretärin mich einfach an den Integrationsfachdienst verwiesen, bei dem ich ohnehin schon bin.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Akhavan: Ich werde oft unterschätzt, weil ich nicht sehen kann. Dabei mache ich meine Homepage, moderiere, recherchiere und führe Interviews. Ich wünsche mir, dass die Leute erkennen: ‘Er ist zwar blind, aber er hat‘s drauf! Den geben wir eine Chance!’.

Vielen Dank für das Interview.

Artin Akhavans Radiosender kann man im Internet unter www.geilfm.de empfangen. Dort finden sich auch seine „BlindFacts“ und andere Wortbeiträge zum nachhören.”